Krankenversicherung

Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV).Beide führen neben der Krankenversicherung auch die Pflegepflichtversicherung für Ihre Versicherten durch. Dennoch unterscheiden sich die Versicherungsprinzipien grundlegend voneinander: Die GKV hat das Solidaritätsprinzip, die PKV hat das Äquivalentsprinzip.

Gerade in der heutigen Zeit, wo es um die wichtigen Themen Gesundheitsreform und Leistungskürzungen geht, sollte jeder Einzelne für seinen privaten Bereich selbst Vorsorge treffen, sei es durch eine private Zusatzversicherung (wegen der zahlreichen Reformen und Leistungslücken ist eine persönliche Beratung notwendig) oder, wenn möglich, eine private Vollversicherung.

Für wen ist die PKV interessant?

Neben den Selbständigen und Freiberuflern, die in der Regel nicht versicherungspflichtig sind, können sich auch Arbeitnehmer privat versichern, die ein über der Versicherungspflichtgrenze liegendes Entgelt beziehen. Vorteil: Der Arbeitgeber übernimmt bis zu 50% der Beiträge. Auch Beamte und Personen in der Ausbildung (z. B. Studenten, MPJ, AiP) können sich in der PKV mit speziellen Tarifen absichern.

Beiträge im Alter

Mit den Altersrückstellungen werden die mit dem Alter steigenden Krankheitskosten finanziert. Das heißt, ein Teil des laufenden Beitrages wird von Beginn an verzinslich angespart. Die Altersrückstellungen gehen beim Wechsel des Versicherers verloren. Des weiteren soll auch der am 01.01.2000 eingeführte gesetzliche Beitragszuschlag in Höhe von 10% dafür verwendet werden, die Beiträge ab dem 65. Lebensjahr möglichst stabil zu halten. Zusätzlich kann man mit sogenannten „Vorsorgetarifen“ und mit dem eingeführten Standardtarif seine Beiträge im Alter stabilisieren bzw. fixieren. Langjährig Versicherte können spätestens ab Alter 65 den Standardtarif abschließen, der den Leistungen der GKV entspricht und auf den Höchstbeitrag der GKV begrenzt ist.

Tipp für GKV + PKV

Bitte beachten Sie, dass Sie sich auch bei Auslandsreisen bzw. Urlaubsreisen durch eine Auslandsreise-Krankenversicherung absichern können. Die erweiterte Absicherung in der PKV sieht vor allem den medizinisch notwendigen und ärztlich angeordneten Rücktransport und die Überführung bei Tod der versicherten Person vor. Sinnvoll ist diese Absicherung besonders für GKV-Versicherte.

Krankentagegeld-Versicherung (KTG)

Eine Verdienstausfall-Versicherung ist eine optimale und wichtige Erweiterung.

Allgemein

Die KTG-Versicherung tritt im Fall einer vorübergehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit ein. Die KTG-Versicherung wird durch die Berufsunfähigkeitsrente abgelöst, sobald eine voraussichtlich dauerhafte Arbeitsunfähigkeit vorliegt.

Für den Arbeitnehmer

In der Regel zahlt der Arbeitgeber bei Krankheit 6 Wochen lang das Gehalt weiter. Danach kann eine private Krankentagegeld-Versicherung für die Schließung der dann auftretenden Finanzlücke sorgen. Die Höhe des Krankentagegeldes kann bis zur Höhe des Netto-Eeinkommens abgesichert werden.

TIPP

Während des Bezugs von Krankentagegeld besteht keine Verpflichtung zur Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen. Damit PKV-Versicherten keine Einbußen beim späteren Rentenanspruch entstehen, können während des Bezugs von Krankentagegeld freiwillig Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet werden. Die Bemessungsgrundlage für die Höhe des Beitrages beträgt 80% des letzten Einkommens (bis zur Beitragsbemessungsgrenze). Davon sind monatlich 19,5% zu entrichten (Stand 2003). Dieser zusätzliche Finanzierungsbedarf kann über eine Erhöhung des Tagessatzes der Krankentagegeld-Versicherung abgesichert werden, max.25 € zusätzlich. Ein entsprechender Antrag zur freiwilligen Beitragszahlung ist bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu stellen.Für Selbständige und Freiberufler bedeutet Krankheit in den meisten Fällen Einkommensverlust. Die KTG-Versicherung garantiert Ihnen hier finanzielle Sicherheit bis zur Höhe Ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens (Berechnung: die meisten Gesellschaften rechnen bei Selbständigen 75% vom Gewinn und bei Ärzten und Zahnärzten 75% der Betriebseinnahmen ohne Fremdlaborkosten). Sie entscheiden, ab wann der vereinbarte Tagessatz gezahlt werden soll. Sie können zwischen verschiedenen Karenzzeiten wählen bzw. auch kombinieren.

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